Token-Maßstab
Aus Modul T1 „Token-Bewusstsein“, hier zum Ausprobieren. Vier Instrumente, alles in Token und Vielfachen gerechnet — kein einziger Betrag. Token sind eine Einheit und bleiben vergleichbar, Preise ändern sich.
Was ist eine Million Token?
Der gesamte Lernstoff von T-AI-L sind 1.317.606 Token aus 1.337 Dateien. Eine Million ist also der Anteil, den die dunkle Marke zeigt. Die Zahlen sind gemessen, nicht geschätzt — sie ändern sich mit dem Kurswerk.
- 279 Praxisseiten
- 275.232
- 529 Handouts
- 478.905
- 529 Chat-Tutor-Kontexte
- 563.469
Das sind 4 % einer Praxisseite. In eine Million Token passt dieser Text 25.000 ×.
Warum ein langes Gespräch nicht doppelt, sondern vielfach kostet
In einem Dauer-Chat wird bei jeder Runde der gesamte bisherige Verlauf erneut mitgeschickt. Der Verbrauch wächst deshalb nicht gerade, sondern immer steiler. Gezählt wird nur die Eingabe — die Ausgabe ist auf beiden Wegen gleich groß.
- Dauer-Chat
- 101.200
- Eingabe-Token nach allen Runden
- Neuer Chat je Aufgabe
- 5.400
- Eingabe-Token nach allen Runden
- Unterschied
- 18,7 ×
- 95.800 Token gehen allein für den mitgeschleppten Verlauf drauf.
Nach 20 Runden hat der Dauer-Chat 95.800 Token nur damit verbraucht, sich selbst noch einmal vorzulesen — das sind 7,3 % des gesamten T-AI-L-Lernwerks.
Warum sich Caching erst ab dem zweiten Mal lohnt
Ein zwischengespeicherter Prompt wird beim ersten Mal teurer als normal und danach sehr viel billiger. Alles hier in Vielfachen einer normalen Eingabe — der Aufschlag fürs Schreiben und der Abschlag fürs Lesen sind Faktoren, keine Beträge.
Ein Block = eine Anfrage. Höhe = Vielfaches einer normalen Eingabe.
- Ohne Caching
- 6,00 ×
- Eingaben insgesamt
- Mit Caching
- 1,75 ×
- Eingaben insgesamt
- Gespart
- 71 %
- weniger Eingabe als ohne Caching
Der erste Aufruf ist der teure: Er kostet das 1,25-fache einer normalen Eingabe. Jeder weitere kostet nur noch ein Zehntel. Deshalb gehört alles Wiederkehrende an den Anfang des Prompts — hinter der ersten Änderung ist der Cache wertlos.
Die drei Anbieter berechnen verschiedene Dinge
Nicht die Höhe der Preise entscheidet im Alltag, sondern wofür überhaupt abgerechnet wird. Diese Tabelle nennt keine Beträge — sie zeigt, welche Kostenarten es gibt und welcher Hebel daraus folgt.
| Wofür abgerechnet wird | Claude | Gemini | ChatGPT | Was daraus folgt |
|---|---|---|---|---|
| Eingabe- und Ausgabe-Token getrennt | ja | ja | ja | Ausgabe ist überall das Vielfache der Eingabe. Kurze Antworten sind der erste Hebel. |
| Denk-Token | zählen überall als Ausgabe | Nachdenken wird zum teuersten Tarif abgerechnet. Aufwand nur dort hochdrehen, wo er trägt. | ||
| Cache schreiben teurer als normale Eingabe | ja | ja | ja | Der erste Aufruf kostet extra. Caching lohnt erst bei Wiederholung — siehe Instrument 3. |
| Cache lesen billiger | ja | ja | ja | Wiederkehrende Systemprompts und Dokumente gehören an den Anfang, nicht ans Ende. |
| Speicherzeit des Caches als eigene Position | nein | ja | nein | Bei Gemini kostet ein Cache auch dann, wenn er nur liegt. Haltbarkeit ist dort eine Kostenfrage. |
| Preisstufen nach Prompt-Länge | nein | ja | ja | Bei sehr langen Prompts ist das ein struktureller Unterschied, kein Rabattdetail. |
| Stapelverarbeitung günstiger | ja | ja | ja | Was nicht sofort gebraucht wird, gehört in den Stapel. Der stärkste Hebel nach Caching. |
| Schnellere Ausführung gegen Aufpreis | ja | – | ja | Geschwindigkeit ist eine Kostenart. Wer warten kann, zahlt weniger. |
| Eingebaute Werkzeuge extra | ja | ja | ja | Websuche und Codeausführung erscheinen neben den Token auf der Rechnung. |
| Region bzw. Datenhaltung mit Aufschlag | ja | – | ja | Wo gerechnet wird, kann den Preis ändern. Vor einer Datenschutz-Zusage mitprüfen. |
Die drei Zeilen, in denen sie sich wirklich unterscheiden, sind Speicherzeit, Längenstufen und Geschwindigkeitstarif. Alles andere haben alle drei — nur unter anderen Namen.
Token-Bewusstsein ist in jedem Paket enthalten, auch im günstigsten. Stell dir dein Paket zusammen oder sieh dir eine echte Lerneinheit an.